Superkunstfestival 2026 – Deutschlands größtes inklusives Festival mitten in Lübeck

Vom 12. bis 14. Juni 2026 verwandelt sich der Diakonie-Campus an der Triftstraße in Deutschlands größtes inklusives Festival. Drei Tage, sechs Bühnen, 80 Shows, 45.000 Menschen. Alle Infos im Überblick.

Drei Tage, sechs Bühnen, 80 Shows, 45.000 Menschen – vom 12. bis 14. Juni 2026 verwandelt sich der Diakonie-Campus an der Triftstraße in ein Stück sommerlicher Utopie.

Dieses Wochenende führt euch raus aus dem Alltag und mitten in Deutschlands größtes inklusives Festival – das Superkunstfestival 2026. Vom 12. bis 14. Juni verwandelt sich der Campus der Diakonie Nord Nord Ost an der Triftstraße drei Tage lang in ein Gelände voller Musik, Kunst, Theater, Film und Zirkus. Sechs Bühnen, rund 80 Shows, rund 45.000 Besucher, und das alles mit einem Solidar-Ticketsystem, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Ihr braucht kein Auto (der ÖPNV ist im Ticket inklusive), keine festen Pläne (das Gelände belohnt das Treibenlassen) und auch keinen Festival-Erfahrungs-Highscore. Was euch dort erwartet, wer 2026 auf den Bühnen steht und wie ihr am besten hinkommt, lest ihr hier. Eine Übersicht zu allen Eckdaten findet ihr am Ende des Artikels.

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Das größte inklusive Festival Deutschlands

Was das Superkunstfestival von praktisch jedem anderen Festival in Deutschland unterscheidet, ist sein Selbstverständnis: Es wird von Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam geplant, gestaltet und durchgeführt – nicht „für“, sondern „mit“. Inklusion ist hier kein Marketing-Sticker, sondern DNA. Veranstaltet wird das Ganze von der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie, Festivalleiter ist Michael „Roosty“ Schmerschneider, und das Leitmotiv heißt seit Jahren konsequent: „Musik gegen Rassismus“.

Das Motto 2026 setzt einen drauf: „Die Rebellion der Menschlichkeit – Für eine Zukunft, die allen gehört.“ Klingt groß? Ist es auch. Aber – und das ist entscheidend – auf dem Gelände selbst gibt es keinen erhobenen Zeigefinger, keine Pathos-Reden. Stattdessen passieren Begegnungen, die anderswo schwer vorstellbar sind: Punks tanzen neben Großeltern, Studierende quatschen mit Kindern, halb Lübeck kommt zusammen.

Wie sich das Gelände anfühlt

Stellt euch das so vor: Ihr sitzt im Gras zwischen Kunstinstallationen, auf der nächsten Bühne läuft ein Indie-Konzert, nebenan macht ein Zirkusartist Quatsch, ein paar Schritte weiter Familien mit Bollerwagen, dahinter tanzende Studierende. Alles gleichzeitig, alles entspannt. Der Campus der Vorwerker Diakonie ist kein Wiesen-Festival und kein Beton-Festival, sondern was dazwischen: industrieller Charme, alte Werkstätten, viel Grün und Kunst überall verteilt. Abends kippt der Vibe – bunte Illumination verwandelt das Gelände in einen kleinen Nachtmarkt.

Drei Worte, die ständig in Berichten auftauchen: herzlich, bunt, ausgelassen. Wer einmal hier war, sagt fast immer denselben Satz: „Jeder darf hier so sein, wie er ist.“ Genau das spürt man auf jedem Quadratmeter. Festivalleiter Michael „Roosty“ Schmerschneider bringt es auf den Punkt: „Hier zeigt sich, wie kraftvoll und inspirierend gelebte Inklusion sein kann.“ Und ehrlich – man verlässt das Wochenende nicht erschöpft wie nach Hurricane oder Wacken, sondern eher berührt. Das ist ein Unterschied, den man erklären muss, weil er sich nicht oft macht.

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Programm 2026: sechs Bühnen, 80 Shows

Das Festival ist bewusst multidisziplinär – also nicht nur Musik, sondern auch Bildende Kunst, Theater, Film, Zirkus und Workshops. Auf der Musikseite stehen 2026 unter anderem auf der Bühne:

  • Sportfreunde Stiller
  • Juli
  • Monsters of Liedermaching
  • Afrob & Ferris MC
  • Deine Cousine
  • Moop Mama
  • OK.Danke.Tschüss
  • Mentsh United feat. Shantel
  • Denyo & Mad Beginner Soundsystem
  • Smith & Smart
  • Senta
  • The Magic Mumble Jumble

Weitere Acts werden bis kurz vor dem Festival nachgeschoben – am Ende kommen meist über 60 Acts auf sechs Bühnen zusammen. Dazwischen Kunstinstallationen, Theaterperformances, Filmprogramm, Zirkus und das KIJUPA (Kinder- und Jugendparlament), wo Kinder und Jugendliche von 8 bis 18 in Workshops eigene Ideen entwickeln. Demokratiebildung mitten im Festival.

Tickets, Solidarität und freier ÖPNV

Beim Ticket-System wird’s richtig interessant: Das Festival hat ein solidarisches Preismodell entwickelt – je mehr reguläre Tickets verkauft werden, desto mehr Sozialtickets kann das Festival kostenfrei verteilen. 1.000 Tickets gehen über die Kulturtafel Lübeck an Menschen, die sich Kultur sonst nicht leisten könnten. Mit Schwerbehindertenausweis zahlt ihr stark vergünstigt – 45 € für den Festivalpass, 23 € fürs Tagesticket – und eure Begleitperson kommt kostenlos mit. Und – ein in Deutschland fast einzigartiger Punkt – über die automatisch aktivierte Infield Flex Protection könnt ihr Tickets kostenfrei stornieren, falls ihr es euch doch noch anders überlegt.

Bezahlt wird auf dem Gelände komplett cashless über ein RFID-Bändchen, das gleichzeitig euer Ticket ist. Das Essensangebot ist regional, vegetarisch und vegan ausgerichtet, dazu Craft Beer aus der Region. Eigene Verpflegung dürft ihr nicht mitbringen – Ausnahme: eine PET-Flasche bis 0,5 Liter pro Person. Wasser könnt ihr kostenlos an den großen Bars nachfüllen.

Superkunstfestival 2026 | Triftstraße 139–143, 23554 Lübeck | 12.–14. Juni 2026 | Tagesticket 69 €, Festivalpass aktuell 150 € (Frühbucher waren ab 75 €) | Kinder 0–5 frei, Schwerbehindertenausweis 45 €/23 € + Begleitperson kostenlos | ÖPNV im Großraum Lübeck inklusive | Mehr Info

Anreise – am besten gar nicht mit dem Auto

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So kommt ihr hin:

  • Mit der Bahn: Vom Hauptbahnhof Lübeck etwa 15 Minuten mit dem Bus zum Gelände.
  • Mit dem Bus: Linien 3, 8 und 10 halten direkt an den Haltestellen „Diakonie Triftstraße“ und „Bogenstraße“. Linie 1 hält an „Peenestieg“ (rund 5 Minuten Fußweg).
  • Mit dem Fahrrad: Kostenlose Abstellmöglichkeit an der Schule Tremser Teich (7 Minuten zu Fuß).
  • Mit dem Auto: Auf dem Gelände gibt es keine Parkplätze, und auch drumherum sind die Möglichkeiten extrem begrenzt. Wer trotzdem mit dem Auto kommt, parkt am P&R-Platz Lohmühle und nimmt den Bus.
  • Mit dem Wohnmobil: Stellplätze gibt es am Herrenholz 14 und in Riesebusch bei Bad Schwartau.

Übernachtet wird auswärts – Camping auf dem Gelände gibt es nicht. Hotels und Ferienwohnungen in Lübeck und Umgebung sind die übliche Wahl.

Anreise & Parken | Triftstraße 139–143, 23554 Lübeck | Bus 3/8/10 „Diakonie Triftstraße“ oder „Bogenstraße“; Bus 1 „Peenestieg“ (5 Min. Fußweg) | Fahrrad: Schule Tremser Teich | Auto: P&R Lohmühle + Bus, kein Parken am Gelände | ÖPNV ist im Festivalticket enthalten

Mit Kindern und barrierearm

Wer mit Kindern kommt, ist hier ausdrücklich willkommen. Kinderwagen, Buggys und Fahrradanhänger sind erlaubt, es gibt ein eigenes Kinderprogramm und Workshops auch für die Allerkleinsten. Bis einschließlich 15 Jahren nur in Begleitung Erwachsener. Gehörschutz wird empfohlen – kleine Stöpsel gibt es vor Ort kostenlos.

Auf der Barrierefreiheits-Seite ist das Festival ein echtes Vorbild: Das Gelände ist komplett rollstuhlgerecht, im Safer Space gibt es einen Stillplatz, in drei großen Toilettenwagen Wickelmöglichkeiten, dazu ein Safer-Space-Awareness-Team in pinken T-Shirts als Ansprechpartner. Nur Assistenzhunde mit Nachweis dürfen mit aufs Gelände – Privathunde bleiben zuhause.

Termin merken: drei Tage Mitte Juni

Das Superkunstfestival ist in den letzten Jahren von einem mutigen 6.000-Personen-Projekt 2018 auf rund 45.000 erwartete Besucher 2026 gewachsen – fast ausschließlich über Mundpropaganda. Zur Einordnung: 2023 waren es 36.000, 2024 dann 40.800, 2025 ein Rekord von 43.000 – für 2026 rechnen die Veranstalter mit nochmal mehr. Wer einmal da war, kommt wieder. Und bringt meistens jemanden mit. Wenn ihr nur ein Festival im Jahr macht, dann am besten dieses: Es fühlt sich am Ende nicht an, als hättet ihr drei Tage „abgefeiert“, sondern als hättet ihr drei Tage in einer kleinen Utopie gelebt, in der Vielfalt einfach passiert. Termin merken: Freitag bis Sonntag, 12.–14. Juni 2026.

Ticket-Tipp | Tagesticket 69 €, Festivalpass aktuell 150 € (Last Call) | Familien-Bundle: 2× 99 € + bis zu 6 Kinder mit 20 % Rabatt | Support-Ticket 199 € | Automatischer Stornoschutz „Infield Flex Protection“ inklusive | Tickets unter superkunstfestival.de

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Alle Tickets, das komplette Line-up und die aktuellen Termine findet ihr direkt beim Superkunstfestival.

30. Mai 2026
Dieser Artikel wurde auf der redaktionellen Ebene erstellt.
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